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Übersicht

Baumwolle

Leinen

Wolle

feine, edle Tierhaare

Seide

Gewebe

Gewirke

Überblick über die Textilrohstoffe



Quellenverweis:

teilweise Verwendung von Auszügen aus dem Titel "Fachwissen Bekleidung"
mit freundlicher Genehmigung des Verlages "Europa-Lehrmittel"

Diese Kapitel nehmen keine Rücksicht auf die Tatsache, dass wir ausschließlich ökologisch produzieren. Die Informationen sind der konventionellen Literatur entnommen und bieten einen Überblick über die Rohstoffe und Verfahrenstechniken. Die Informationen haben wir aus verschiedenen Seiten des Internet zusammengetragen - wir danken den Autoren für Ihre Arbeit!

 

Internationale Abkürzungen

AB Abaca (Manna Hanf) KE Kenaf (Hibiskus Hanf) SN Sun
AC Azetat KP Kapok TA Triacetat
AF Andere Fasern LA Lambswool (kurz-
staplige Schafwolle)
TR keine bestimmte
Zusammensetzung
Geweberückstände
AG Alginate LI Leinen TV Trivynil
AL Alfa MA Modacryl VI Viskose
AS Asbest MD Modal VY Vinylal
CA Hanf ME Metall WA Angora
CC Kokos MG Maguey WB Biberhaar
CL Chlorofasern NY Nylon WG Vicuna
CO Baumwolle PA Polyamidfaser WK Kamel
CU Cupro PB Polyurethan WL Lama
EA Elastan PC Akrylfaser WM Mohair
EL Gummi PE Polyethylenfaser WO (Schaf-)Wolle
FL Fluorofasern PI Papiergewebe WP Alpaka
GI Ginster PL Polyesterfaser WS Cashmere
GL Glasgewebe PP Polypropylenfaser WT Otter
HA Haar PR Proteinfaser WU Guanaco
HE Henequen PU Polyurethanfaser WV Schurwolle (Schaf)
HL Halbleinen (CO/LI) RA Ramie WY Yak
IN Inox (Stahl) SE Seide    
JU Jute SI Sisal    

Verarbeitungstechniken: Gewebe und Gewirke


1. Naturfasern:


a) Pflanzliche Fasern

 

-Samenfasern: Baumwolle und Kapok
-Stengel- (=Bast-)fasern: Flachs, Leinen, Jute, Hanf, Ramie
-Blattfasern: Sisal
-Fruchtfasern: Kokos

Die Gruppe der pflanzlichen Fasern umfaßt die beiden wichtigsten Faserarten: Baumwolle und Leinen (=Flachs). Von untergeordneter Bedeutung sind Kokos, Sisal, Hanf, Jute, Ramie und Kapok.
Gemeinsamer Baustoff ist bei allen pflanzlichen Fasern die Zellulose, die in den Zellwänden für die Festigkeit der Pflanze sorgt. Pflanzliche Textilrohstoffe, insbesondere Baumwolle und Leinen, sind:
gut waschbar, haltbar (=widerstandsfähig gegen Abnutzung), zeigen ein geringes Wärmerückhaltevermögen, weil die Fasern wenig gekräuselt sind und wenig ruhende Luft einschließen.
Infolge mangelnder Elastizität neigen Textilien aus pflanzlichen Rohstoffen ohne Ausrüstung stärker zum Knittern.

b) Tierische Fasern

-Wolle vom Schaf
-"Wolle" und "Haare" von anderen Tieren als dem Schaf (feine, edle Tierhaare), z. B. Kamel, Lama, Alpaka, Kaschmirziege, Angora (Kanin), Mohair
-Seide

Wolle vom Fell des Schafes ist die wichtigste tierische Faser. Neben dem Schaf liefern noch andere Tiere "Wolle" bzw. "Haare". Um eine Verwechslung mit der Schafwolle auszuschließen, muß entweder die Tiergattung genannt werden oder zu der entsprechenden Tiergattung die Bezeichnung "Wolle" hinzugefügt werden. Auch Seide ist eine tierische Faser. Sie wird aus Kokons seidespinnender Insekten gewonnen.
Gemeinsamer Baustoff ist ein hornähnlicher Grundstoff, ein Protein (=Eiweiß). Dieser Baustoff ist für folgende Gebrauchseigenschaften bestimmend:
geringe Knitterneigung infolge guter Elastizität, gute Saugfähigkeit, sowie gutes Wärmerückhaltevermögen durch die ruhende Luft, die zwischen den gekräuselten Fasern eingeschlossen ist, temperaturausgleichendes Verhalten, das den Körper einerseits vor Abkühlung schützt, und andererseits überschüssige Wärme nach außen ableitet.

c) Mineralische Fasern

-Glasfaser
-Metall (metallisch, metallisiert)

Mineralische Fasern sind Fasern, die aus dem Bereich der unbelebten Natur kommen. Dazu gehören Metall und Glas. Gemeinsame Gebrauchseigenschaften dieser Rohstoffe:
sie sind unbrennbar, besitzen eine hohe Hitzebeständigkeit und dienen deshalb Spezialzwecken.


2. Chemiefasern:

a) Zellulosische Chemiefasern
Untergruppen

-Viskose
-Acetat und Triacetat
-Modal
-Cupro

Der Grundstoff für zellulosische Chemiefasern ist die Zellulose. Diese wird hauptsächlich aus Holz gewonnen. Über einige chemische Verfahren wird die Zellulose in eine flüssige Spinnmasse verwandelt, durch Spinndüsen gepreßt und verfestigt, wobei sich endlose Fasern bilden. Die zellulosischen Chemiefasern sind:
weich und schmiegsam, mehr oder weniger saugfähig.

b) Synthetische Chemiefasern
Untergruppen

-Polyester
-Polyamid
-Polyacryl
-Elastan, Polyurethan
-Polychlorid
-Polypropylen

Die Ausgangsstoffe fallen bei der Aufbereitung von Erdöl und Kohle an. Daraus lassen sich durch Verbindung von Molekülen (diesen Vorgang nennt man Synthese) synthetisch Spinnmassen bilden, aus denen Fasern hergestellt werden können. Alle synthetischen Chemiefasern besitzen folgende gemeinsame Gebrauchseigenschaften:
sie sind pflegeleicht, d. h. sie sind leicht waschbar, laufen beim Waschen nicht ein, trocknen rasch, brauchen wenig oder überhaupt nicht gebügelt zu werden, sind knitterarm, glatt und formbeständig; sie sind haltbar (widerstandsfähig gegen Abnutzung).

c) Anorganische Chemiefasern

-Glasfaser
-Metall